Konzeption des Waldorfkindergartens Straubing

Konzeption des Waldorfkindergartens Straubing

Waldorfkindergarten Straubing, Hans-Adlhoch-Straße 24, 94315 Straubing
Tel.: 09421-960751, Fax: 09421/1897369
E-Mail: info(at)waldorfpaedagogik-straubing.de
www.waldorfpÀdagogik-straubing.de

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort
               
2. Unser Kindergarten stellt sich vor
2.1 Lage und Einzugsgebiet
2.2 GrĂŒndung
2.3 GrĂ¶ĂŸe der Einrichtung

3. Organisation/ TrÀgerschaft
3.1   PĂ€dagogisches Personal
3.2  TrĂ€ger/ Vereinsmitgliedschaft
3.3  Vorstand
3.4  Mitgliederversammlung
3.5  Elternbeirat
3.6  Verwaltung
3.7  Arbeitskreise

4. Unser Leitbild
    Das Kind als Mittelpunkt

5. Gesetzliche Grundlagen

6. Bildungs- und Erziehungsziele
6.1   Körper- und Bewegungssinn
6.2   Sinnes- und Wahrnehmungskompetenz
6.3   Sprachkompetenz
6.4   Mathematisch- und naturwissenschaftliche Kompetenz
6.5   Phantasie- und KreativitĂ€tssinn
6.6   Sozialkompetenz
6.7   Motivations- und Konzentrationskompetenz
6.8   Ethisch-moralische Wertkompetenz
6.9   Rhythmisch- musikalisch- kĂŒnstlerische Bildung
6.10  Medienkompetenz

7. Grundlagen der WaldorfpÀdagogik
7.1.   Vorbild und Nachahmung
7.2   Raumgestaltung
7.3   freies Spiel und Spielmaterial
7.4   Rhythmus und Wiederholung
7.5   ErnĂ€hrung
7.6   Naturbegegnung
7.7   Selbsterziehung


8. Wichtige Elemente der WaldorfpÀdagogik
8.1   Reigen
8.2   Eurythmie / Musik / Bewegung
8.3   MĂ€rchen / Tischpuppenspiel

9. Unser Angebot
9.1   Eltern-Kind-Gruppe
9.2  Kleinkindgruppe
        Tagesablauf
9.3  Kindergarten 
         Tagesablauf

10. Zusammenarbeit
10.1   Im Team
10.2   Elternarbeit und „Eltern–mit–Arbeit“
10.3   FachkrĂ€fte zur ErgĂ€nzung des pĂ€dagogischen Ablaufs
10.4   Mitgliedschaft in VerbĂ€nden und Institutionen
10.5   Schule
10.6   Kooperation und Vernetzung
10.7   Therapeuten

11. QualitÀtssicherung

12. Organisatorisches und Rechtliches
12.1   Aufnahme
12.2  BeitrĂ€ge
12.3  Öffnungszeiten
12.4  Ferien- und Schließtageregelung
12.5  Kindergartenordnung


1. Vorwort

Liebe Interessierte,

Die vorliegende Konzeption ist das Ergebnis gemeinschaftlicher Zusammenarbeit des pĂ€dagogischen Teams und des Vorstands. Durch die Konzeption möchten wir einen Einblick in unsere Arbeit schaffen. In einer fördernden, aber auch Freude bereitenden Zusammenarbeit unseres Kindergartenkollegiums haben wir die Grundlagen unserer Arbeit (mit den Kindern, mit den Eltern, im Kollegium und mit der Öffentlichkeit) neu und bewusster angeschaut, durchdacht und in eine schriftliche Form gebracht.

Bei der Erstellung dieser Konzeption wurde, neben dem Augenmerk auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG) und den pĂ€dagogischen Forderungen des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes (BEP), in besonderem Maß natĂŒrlich die WaldorfpĂ€dagogik nach dem Menschenbild Rudolf Steiners berĂŒcksichtigt, auf deren Grundlage wir in unserer Einrichtung arbeiten.


2. Unser Kindergarten stellt sich vor

2.1 Lage und Einzugsgebiet


Der Waldorfkindergarten liegt im SĂŒden der Stadt Straubing. Die Stadtmitte erreicht man in ca. 25 Minuten Fußweg, den Bahnhof in ca. 15 Minuten Fußweg.

Die Eltern und Kinder des Kindergartens kommen sowohl aus der Stadt Straubing als auch aus dem Landkreis Straubing-Bogen und den angrenzenden Landkreisen.


2.2 GrĂŒndung

Auf Elternwunsch dreier befreundeter Familien nach einer Alternative zu den RegelkindergĂ€rten entstand im Jahr 1998 eines Nachmittags die Idee, selbst tĂ€tig zu werden und einen Kindergarten zu grĂŒnden, in dem das Kind in seiner Persönlichkeit im Mittelpunkt steht.

FĂŒr die GrĂŒndung dieser Initiative brauchte es natĂŒrlich auch einen TrĂ€ger.
Hier kam der anthroposophische Lesekreis ins Spiel, der zeitgleich bereits in Straubing lebte und sich mit Texten Rudolf Steiners – dem GrĂŒnder der WaldorfpĂ€dagogik- auseinandersetzte.

Deren Inhalte begeisterten diese drei Familien von Anfang an.
Endlich eine PÀdagogik, in der nicht die vorschulische Bildung, sondern das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele gleichwertig betrachtet wurde.
Es war genau diese Tiefsinnigkeit in der Anschauung des gesamten Menschen, die sie sich fĂŒr ihre Kinder wĂŒnschten und es wurde schnell der Entschluss gefasst, gemeinsam einen TrĂ€gerverein fĂŒr den Kindergarten zu grĂŒnden.

Ehe sie sich versahen, saßen sie bei Kaffee und Kuchen in BewerbungsgesprĂ€chen Erzieherinnen gegenĂŒber und schon bald fand sich eine Waldorf – Erzieherin mit genĂŒgend Initiativkraft, um dieser Idee Leben einzuhauchen.

Als GebĂ€ude konnte ein altes, unbenutztes Holz – Gartenhaus auf einem naturnahen GrundstĂŒck einer involvierten Familie genutzt werden, welches mit viel Arbeit, Zeit, Liebe und Schweiß in Eigenregie ausgebaut wurde.
Welch ein GlĂŒck, dass eine der Familien einen Baustoffhandel betrieb!

Im Jahre 1999 wurde das renovierte HĂ€uschen bezogen und mit anfangs 6 Kindern gestartet. Bei der Anerkennung als offizieller Kindergarten in privater TrĂ€gerschaft im Jahr 2000 waren es bereits 12 Kinder. Die Nachfrage war enorm, so dass Planungen fĂŒr die Öffnung einer zweiten Gruppe nicht lange auf sich warten ließen.

Seither wird jungen Familien eine Alternative in der Kindergarten – Landschaft zur Erziehung ihrer Kinder geboten, die sich mittlerweile in Straubing fest etabliert hat.

2.3 GrĂ¶ĂŸe der Einrichtung

Im Waldorfkindergarten Straubing können Kinder ab 2 Jahren in die Kleinkindgruppe aufgenommen werden. Dort werden 15 Kinder bis zum Alter von maximal 4 Jahren betreut.
Die Kindergartengruppe bietet Platz fĂŒr 25 Kinder von 3 -7 Jahren.

Das pĂ€dagogische Angebot wird durch 5 Eltern-Kind-Gruppen ergĂ€nzt, die an 4 Wochentagen jeweils vormittags von 9.00 – 11.00 Uhr und einmal nachmittags von 15.00 – 17.00 Uhr stattfinden. In jede Gruppen können 7 Kinder mit Begleitung aufgenommen werden.

FĂŒr Schulkinder gibt es einmal wöchentlich an einem Nachmittag die Möglichkeit zur Teilnahme an der Freizeitschule, in der sie sich unter professioneller Anleitung kreativ beschĂ€ftigen können. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 8 Kinder begrenzt und umfasst das gesamte Grundschulalter.


3. Organisation/ TrÀgerschaft

3.1 PĂ€dagogisches Personal

In der Kleinkindgruppe werden 15 Kinder im Alter von 2-4 Jahren von drei Mitarbeitern betreut.   
Die Kindergartengruppe bietet Platz fĂŒr 25 Kinder im Alter von 3-7 Jahren und wird ebenfalls von drei Mitarbeitern begleitet.

Eltern – Kind – Gruppe
Wird von einer ausgebildeten Spielgruppenleiterin angeboten. Die Eltern besuchen die Gruppe 1 x wöchentlich zusammen mit ihren Kindern fĂŒr ca. 2 Std.

Freizeitschule
Diese wird von einer Waldorflehrerin angeboten.

3.2 TrÀger/ Vereinsmitgliedschaft

Der Verein fĂŒr WaldorfpĂ€dagogik Straubing e.V. ist TrĂ€ger des Kindergartens. Der Beitritt zum Verein fĂŒr WaldorfpĂ€dagogik ist freiwillig. Wir wĂŒnschen uns jedoch, dass sich möglichst viele Familien unserem Verein anschließen, da dieser nur existieren kann, wenn eine bestimmte Anzahl an Mitgliedern vorhanden ist. Eine hohe Mitgliederzahl stĂ€rkt zudem den Verein insgesamt – auch im Auftreten in der Öffentlichkeit. Mitglieder haben die Möglichkeit zu aktiver Mitgestaltung im Kindergarten.
Der Mitgliedsbeitrag betrÀgt aktuell 60 Euro pro Kalenderjahr.

3.3 Vorstand

Der Vorstand trĂ€gt die rechtliche und finanzielle Verantwortung. Er ist fĂŒr alle personellen Angelegenheiten zustĂ€ndig, erstellt den Finanzplan und kontrolliert die Mittelverwendung. Außerdem vertritt er den Verein nach außen und steht in engem Kontakt mit dem Jugendamt. Auch das Schließen von VertrĂ€gen mit Dritten und deren Einhaltung fĂ€llt in dessen Aufgabenbereich. Er koordiniert die Zusammenarbeit aller Gremien und trĂ€gt die letzte Verantwortung fĂŒr alle Belange des Kindergartens und des Vereins.
Organisatorisch wird der Kindergarten von den ErzieherInnen, dem Vorstand und dem Elternbeirat in gegenseitiger Abstimmung geleitet. Diese unbĂŒrokratische Art erhĂ€lt uns Entscheidungsfreiheit zum Wohle der PĂ€dagogik und spart Kosten.

3.4 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern des Vereins. Ordentliche Mitglieder sind die Erziehungsberechtigten aller betreuten Kinder sowie im Verein tĂ€tige Mitarbeiter. Freunde und Förderer des Vereins sind als außerordentliche Mitglieder herzlich willkommen.


3.5 Elternbeirat

In allen anerkannten KindertagesstÀtten muss ein Elternbeirat bestehen.
Der Elternbeirat wird jedes Jahr zu Beginn eines neuen Kindergartenjahres aus der gesamten Elternschaft neu gewĂ€hlt und sollte aus jeweils zwei Elternvertretern jeder Gruppe bestehen. Der Elternbeirat ist ein beratendes Gremium. Er wird von Vorstand und PĂ€dagogen ĂŒber öffentliche Belange informiert und angehört. Wichtige Funktionen sind die Organisation von Festen und die Koordination verschiedenster Aufgaben im Kindergartenalltag.

3.6 Verwaltung

Unser Kindergarten wird durch eine SekretĂ€rin und eine Buchhalterin unterstĂŒtzt.

3.7 Arbeitskreise

Eine wichtige SÀule im Leben des Kindergartens sind die "Arbeitskreise". Diese bilden sich aus den Eltern und Vereinsmitgliedern, die sich entsprechend ihrer individuellen Interessen und Begabungen zusammenfinden und dadurch den reibungslosen Ablauf in verschiedenen Bereichen gewÀhrleisten.
Folgende Arbeitskreise sind in unserem Kindergarten aktuell aktiv:

Gartenkreis:
Der Gartenkreis ist fĂŒr die Gartenanlage verantwortlich. Dies umfasst die Planung, Neu-/ Umgestaltung sowie die regelmĂ€ĂŸige Pflege. Bei grĂ¶ĂŸeren Projekten wird zu gesonderten ArbeitseinsĂ€tzen aufgerufen.

Hauskreis:
Der Hauskreis kĂŒmmert sich um die Organisation und gegebenenfalls auch DurchfĂŒhrung der allgemeinen Instandhaltungsarbeiten am Inventar sowie den RĂ€umen. Er ist außerdem zustĂ€ndig fĂŒr die Ordnung und Übersicht des Materiallagers in den SpeicherrĂ€umen.

Kreativkreis:
Wer noch nie gebastelt hat, kann es hier lernen. Filzen, NĂ€hen, Stricken und Basteln fĂŒr die Basare und öffentlichen VerkaufsstĂ€nde. Der Bastelverkauf stellt eine wichtige Einnahmequelle fĂŒr unseren Kindergarten dar und bietet außerdem eine besondere Möglichkeit der Darstellung in der Öffentlichkeit. Beim wöchentlichen Treff werden auch Puppen fĂŒr die Jahreszeitentische oder Geburtstagsgeschenke und Spielzeug fĂŒr die Kinder hergestellt.

Lesekreis:
Der abendliche Lesekreis, trifft sich alle vierzehn Tage, jeweils am zweiten und vierten Dienstag von 19.30 bis ca. 20.30 Uhr, um sich mit anthroposophischen Texten auseinanderzusetzen. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Kochkreis:
Der Kochkreis kĂŒmmert sich um die Organisation des Essens bei Festen und anderen Veranstaltungen wie dem Haus- und Gartenarbeitstag.

Spendenkreis:
Der Spendenkreis kĂŒmmert sich um die Gewinnung neuer Sponsoren, Initiierung von Spendenaktionen und Eröffnung neuer Geldquellen.


GeschĂ€ftsfĂŒhrende Arbeitskreise:

Öffentlichkeitsarbeit:
Organisation öffentlicher Veranstaltungen (z.B. VortrĂ€ge, Seminare, InfostĂ€nde usw.) und AnkĂŒndigungen in den örtlichen Medien. Betreuung der Internetseite des Kindergartens, Entwurf von Texten, Flyern, Plakaten usw. zur Information der Öffentlichkeit.

Personal:
Ansprechpartner fĂŒr die Erzieherinnen, Bearbeitung alle Personalangelegenheiten, Neueinstellung von MitarbeiterInnen, QualitĂ€tssicherung

Finanzen:
Buchhaltung und Bearbeitung der Finanzentwicklung des laufenden Kindergartenjahres, Beratung des Vorstandes bei Finanzentscheidungen, Pflege vorhandener und neuer Sponsoren, Initiierung von Spendenaktionen, Mitgliederbetreuung und -werbung

Jugendamt:
Kontakt und Kommunikation mit dem Jugendamt bezĂŒglich Kindern, Personal und gesetzlichen Vorschriften.

4. Unser Leitbild

Das Kind als Mittelpunkt


Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin;
wo er hergerĂŒckt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstĂŒckt.
Wer vom Ziel nichts kennt,
kanns doch heut erfahren;
wenn es ihn nur brennt
nach dem Göttlich-Wahren;
wenn in Eitelkeit
er nicht ganz versunken
und vom Wein der Zeit
nicht bis oben trunken.
Denn zu fragen ist
nach den stillen Dingen,
und zu wagen ist,
will man Licht erringen:
wer nicht suchen kann,
wie nur je ein Freier,
bleibt im Trugesbann
siebenfacher Schleier.
Christian Morgenstern

Folgende Gedanken legen wir unserem Leitbild als Ideal zugrunde:

Im Fragen und Suchen halten wir bewusst, dass wir persönlich eine individuelle Verantwortung fĂŒr die Entwicklung der Schöpfung tragen.
Wir stellen uns anderen Menschen und unserer Umwelt in Achtung gegenĂŒber.
Im VerstĂ€ndnis, dass der Lebensraum des Kindes im Zusammenwirken von Familie, PĂ€dagogik und Gesellschaft entsteht, bemĂŒhen wir uns, Vorbild zu sein und den Lernprozess des Menschenkindes durch Nachahmung zu ermöglichen.
In diesem Wollen sehen wir unsere Arbeit als ganzheitlich.
Unsere Initiative will einen Raum schaffen, in dem die uns anvertrauten Kinder ihre mitgebrachten geistigen, seelischen und körperlichen Eigenschaften frei entfalten können.
Die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, und die WaldorfpĂ€dagogik dienen uns als Leitfaden, um die menschliche Entwicklung in ihren Prozessen, Zielen und BedĂŒrfnissen zu verstehen.
So wie ohne Liebe das Leben nichts ist, und Vertrauen eine wesentliches Merkmahl der Liebe ist, mĂŒssen wir in unserer Gemeinschaft Vertrauen ineinander als Voraussetzung erkennen und umsetzen.
Wie das Kind fallen muss um laufen zu lernen, wollen wir in unserer Gemeinschaft Raum haben, Fehler machen zu dĂŒrfen und Zeit haben, daraus zu lernen.
Der Einzelne bedarf der UnterstĂŒtzung der Gemeinschaft um seine IndividualitĂ€t zu erkennen und zu entwickeln. Die Gemeinschaft bedarf des Einzelnen um wirksam sein zu können.


5. Gesetzliche Grundlagen

Die gesetzlichen Grundlagen unserer Einrichtung bilden das Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz (KJHG) sowie das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG).
Der Waldorfkindergarten Straubing wird nach BayKiBiG gefördert.

6.     Bildung und Erziehung

6.1 Körper- und Bewegungssinn

Die seelische und geistige Befindlichkeit des Menschen korrespondiert mit seiner körperlichen Beweglichkeit. Körperliches Gleichgewicht steht in enger Verbindung mit der seelischen Balance.

In keinem anderen Lebensabschnitt haben Bewegung und sinnliche Erfahrung eine so wichtige Bedeutung wie im ersten Jahrsiebt. Das Kind erschließt sich seine Welt mit allen Sinnen durch Bewegung / AktivitĂ€t des Körpers und bildet damit die Grundlage fĂŒr Sprache und Denken. Jede TĂ€tigkeit, sei sie motorisch oder sensorischer Art, schlĂ€gt sich beim heranwachsenden Kind, nach neuester Hirnforschung, in der Verbindung neurologischer Strukturen (Synapsenbildung) nieder. Bewegung stĂ€rkt die FĂ€higkeit der Leibesbeherrschung und legt damit die wichtigste Grundlage fĂŒr ein positives KörpergefĂŒhl, eine gesunde Leibesentwicklung und eine ausdrucksstarke SeelenfĂ€higkeit. Der Erwachsene versucht, durch sinnvolle, zielgerichtete und seelisch belebte Bewegungen das Kind zum Nachahmen zu animieren. Diese Bewegungen haben einen bildenden Wert fĂŒr die Entwicklung des Kindes und helfen ihm seinen eigenen Bewegungsorganismus immer differenzierter zu durchdringen. Das Kind erreicht dadurch Kraft und Zuversicht, aber auch Handlungskompetenz und Durchhaltevermögen. Jedes Kind durchlĂ€uft die einzelnen Entwicklungsschritte in dem Tempo, das seiner IndividualitĂ€t gemĂ€ĂŸ ist, es bekommt vom Erwachsenen genĂŒgend Bewegungsraum fĂŒr ungestörtes Üben. Durch rhythmisch wiederholte AblĂ€ufe, wie Fingerspiele, Reigen, Eurythmie, Freispielzeit in Haus und Garten, wird ordnend und strukturierend auf die Leibesbildung des Kindes eingegangen.
Der wöchentliche Waldtag der Kindergartengruppe wirkt sich ebenso positiv auf den Bewegungssinn aus.

6.2 Sinnes- und Wahrnehmungskompetenz

Rudolf Steiner charakterisiert in seiner Entwicklungspsychologie, das Kind sei ganz Sinnesorgan. Der Lebensraum des Kindes ist sein eigentlicher Lernraum. Wenn sinnvolle Prozesse und Ereignisse um das Kind geschehen bildet dies dessen Lernraum.

In der Menschenkunde der WaldorfpÀdagogik werden 12 Sinne genannt:


Basalsinne:
Tastsinn (taktiler Sinn)
Lebens-oder Befindlichkeitssinn
Eigenbewegungssinn
(KinÀsthetischer Sinn)
Gleichgewichtssinn
(VestibulÀrer Sinn)

Sozialsinne:
Geruchssinn
Geschmackssinn
Sehsinn
WĂ€rmesinn

Geistige Sinne:
Gehörsinn
Sprachsinn
Gedankensinn
Ich-Sinn

Mit allen Sinnen das Leben zu begreifen ist das Ziel. Dies ist die Basis fĂŒr kreatives Gestalten der Welt, fĂŒr Entdeckerfreude und LernfĂ€higkeit. Auch die spĂ€ter erforderliche Medienkompetenz erfĂ€hrt hier eine pĂ€dagogische Grundlegung. Medienkompetenz, so definiert der amerikanische    Computerexperte Joseph Weizenbaum, bedeutet die FĂ€higkeit, kritisch zu denken. Kritisch zu denken lernt man allein durch kritisch verarbeitendes Lesen, und Voraussetzung hierfĂŒr ist eine hohe Sprachkompetenz.

6.3 Sprachkompetenz

Denken und Sprechen sind eng miteinander verbunden. Nur mit der Sprache können wir das Gedachte ausdrĂŒcken, unsere GefĂŒhle zum Ausdruck bringen, allen Dingen in der Welt einen Namen geben und miteinander ins GesprĂ€ch kommen.

Wie bei der Aufrichtung kann auch das Sprechen nicht ohne das Vorbild der Erwachsenen gelernt werden. Daher ist die QualitĂ€t der Sprache, die das Kind zu hören bekommt, von wahrhaft bildender Wirkung, im positiven wie im negativen Sinne. FĂŒr das Kind zĂ€hlt die ganz alltĂ€gliche Sprache, mit der Erwachsene in seiner Umgebung Dialoge fĂŒhren, Handlungen begleiten oder ihre GefĂŒhle ausdrĂŒcken. Das Kind lebt sich in die Sprache ein und nimmt alles auf: rhythmische Strukturen, Regeln der Formenbildung, Satzmelodie und Satzbau. Das Sprechen lernen soll sich ohne Lehrplan, Üben, Korrigieren oder Training ereignen. Der Erwachsene hat seine eigene Sprache zu reflektieren und muss gut, deutlich und verstĂ€ndlich sprechen. Das Kind braucht eine lebendige Interaktion von Mensch zu Mensch um Sprache zu lernen, es braucht also Erwachsene, die ihm Aufmerksamkeit und genĂŒgend Zeit schenken.  Durch die Sprache erhĂ€lt das Kind die Möglichkeit seine eigenen Gedanken und GefĂŒhle zum Ausdruck zu bringen, es kann Beziehungen aufbauen und das Wort bekommt eine Bedeutung. Wort und Tat mĂŒssen demzufolge immer ĂŒbereinstimmen, in den Worten der Erwachsenen muss Wahrhaftigkeit leben. Ironisches Sprechen bleibt dem Kind völlig unverstĂ€ndlich.
Im Waldorfkindergarten spielen deswegen die wiederholten Reigen, Puppenspiele, Fingerspiele, Lieder und Verse eine bedeutungsvolle Rolle. Spricht der Erwachsene diese immer lebendig und gegenwÀrtig, so erwacht im Kind der Impuls auch zu singen und zu sprechen. Der Erzieher Jean Paul nannte das Sprechen das schönste und reichste Spiel des Kindes. Wann Kinder zu sprechen beginnen ist individuell verschieden. Alle brauchen aber gute sprachliche Vorbilder im Erwachsenen um in die Sprache hineinzuwachsen.

6.4 Mathematisch- und naturwissenschaftliche Kompetenz

Der Kindergartenalltag bietet vielfÀltige Erfahrungsfelder im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Naturbelassene, zweckfreie Materialien werden zum Spielen und experimentieren benutzt. (Beispiele: Holz, Stein, Muschel, Wolle)

Lange bevor das Kind mit Zahlen im engeren Sinn rechnet oder physikalische Gesetze bewusst handhabt, erobert es sich, ohne es zu wissen, die Grundlagen mathematisch - physikalischer FĂ€higkeiten. Alles, was spĂ€ter mit dem Verstand erkannt und gedacht werden     kann, ist vorher sinnlich-leiblich erfahren, getan, begriffen worden.

Das kindliche Spiel erweist sich als Vorbereitung fĂŒr ein zukĂŒnftiges bewusstes VerstĂ€ndnis fĂŒr QualitĂ€ten und QuantitĂ€ten, fĂŒr Maße und Gewichte. Mathematisch-physikalische ZusammenhĂ€nge begreift das Kind zunĂ€chst sinnlich-leiblich, um sie spĂ€ter abstrakt zu denken und zu verstehen. Der Kindergarten bietet hierzu vielerlei Möglichkeiten. Mengen und Zahlen erfahren die Kinder beim AufrĂ€umen, Tischdecken, Ordnen der Spielsachen und Abwiegen von Zutaten.
Im Freien erleben die Kinder die QualitÀten von Erde, Lehm, Sand, Wasser, weich/hart, rau/glatt, warm/kalt und vieles mehr. In diesem Alter benötigen Kinder viele seelisch gesÀttigte Erfahrungen, die das Staunen und die produktive Neugier wachhalten, bis diese in der Schule auch gedanklich erfasst werden können.

6.5 Phantasie- und KreativitÀtskompetenz

Menschliche Entwicklung ist ohne Phantasie nicht denkbar. Ideenreichtum, seelisch-geistige Beweglichkeit, schöpferische Lebensgestaltung und kreative Problemlösungen im Erwachsenenalter haben ihren Ursprung in der Kindheit. Wenn vom spĂ€teren Erwachsenen zu Recht Ideenreichtum, seelisch-geistige Beweglichkeit und Phantasie bei der Lebensgestaltung und in der Arbeitswelt gefordert wird, so mĂŒssen diese FĂ€higkeiten im Kindergarten angelegt werden. Alles Phantasievolle und alles KĂŒnstlerische weitet die Seele und das Bewusstsein des Menschen, fördert seine kreativen Kompetenzen.Diese Kompetenzen zur Entfaltung zu bringen ist ein besonderes     Anliegen in unserem Kindergarten.

Die Pflege der kindlichen Phantasie geschieht auf der einen Seite durch die kĂŒnstlerische TĂ€tigkeit, die ihren festen Platz im Wochenablauf haben, und auf der anderen Seite durch die     Raumgestaltung und die kaum fertig ausgestalteten Spielsachen. ErzĂ€hlte Geschichten regen die Kinder an, das Gehörte im Spiel umzusetzen und öffnen ein Tor zur Welt der Phantasie. Das Tischpuppentheater hat hier eine große Bedeutung.

Die nachgespielten TĂ€tigkeiten aus der Welt der Erwachsenen, sowie die Nachahmung der Erzieherinnen in den verschiedenen Themenbereichen, insbesondere in Kunst und Handwerk, bilden einen Einstieg um kreativ zu spielen und zu gestalten.

Im Waldorfkindergarten nimmt die Entwicklung und Pflege der kindlichen PhantasiekrĂ€fte ganz konkrete Gestalt an. Da gibt es besonders viele noch nicht genormte und kaum fertig ausgestaltete Spielsachen, die die schöpferischen KrĂ€fte der Kinder anregen. ErzĂ€hlte Geschichten animieren die Kinder, das Gehörte in spielende KreativitĂ€t umzusetzen und zu verwandeln. TĂ€gliche Freispielzeiten bieten viel Zeit, damit die Kinder sich mit immer neu entzĂŒndender Schaffensfreude tĂ€tig werden können.

Spielzeug und Spielmaterialien, die phantasieanregend, d. h. Freilassend gestaltet sind wie:
Steine, Bretter, Hölzer, TĂŒcher
regelmĂ€ĂŸige Spielzeiten im Wald oder Garten
vielseitige Spiel- und Gestaltungssituationen z. B. Rollenspiele, Puppenspiele

6.6 Sozialkompetenz

Die Bildung sozialer FĂ€higkeiten hat eine wesentliche Voraussetzung: Um MitgefĂŒhl und VerstĂ€ndnis fĂŒr andere Menschen zu entwickeln, muss das Kind zunĂ€chst sich selbst als eigenstĂ€ndige IndividualitĂ€t     erleben und behaupten können, muss sich von den Mitmenschen     angenommen und bestĂ€tigt fĂŒhlen.
Stabile soziale ZusammenhÀnge und verlÀssliche Beziehungen und Bindungen helfen Kindern SozialfÀhigkeit zu erlangen. Erfahren Kinder Sicherheit und Anerkennung, so kann sich daraus gesundes Selbstvertrauen entwickeln. Erst auf dieser Grundlage gewinnt es die Freiheit, nicht nur auf sich zu blicken, sondern sich auch mit Interesse und Hilfsbereitschaft anderen Menschen zuzuwenden.

Der Waldorfkindergarten ist ein  rhythmischer  Lebensraum. In ihm lernen die Kinder einen Struktur gebenden Tages- und Wochenrhythmus kennen, erfahren, dass es Regeln gibt bis hin zu klaren Aufgaben fĂŒr die einzelnen Kinder und die Gruppe (etwa aufrĂ€umen oder Tisch decken). Dabei können sie sich immer wieder am Vorbild des Erwachsenen nachahmend orientieren. Sie lernen Verantwortung zu ĂŒbernehmen und den dabei entstehenden eigenen Gestaltungsraum zu nutzen. Der Erwachsene pflegt gewisse Regeln und Rituale.

So wie das kleine Kind versorgt wird und seine BedĂŒrfnisse nach Geborgenheit, Vertrauen, VerlĂ€sslichkeit und Sicherheit erfĂŒllt werden, prĂ€gt sich sein spĂ€teres Sozialverhalten aus. Im Lauf der Jahre wird das Kind selbstĂ€ndig genug, um sich getrennt von seiner Umgebung zu erleben und auch andere Menschen in ihren BedĂŒrfnissen wahrzunehmen. Auf diesem Weg zur SozialfĂ€higkeit hat das Kind bereits erste Schritte getan, wenn es aus der kleinen Gemeinschaft der Familie in die grĂ¶ĂŸere, ihm zunĂ€chst fremde Gemeinschaft des Kindergartens kommt. In der altersgemischten Gruppe trifft das Kind sowohl auf jĂŒngere als auch auf Ă€ltere Kinder, mit denen es sich arrangieren muss. Hier ergeben sich vielfĂ€ltige soziale Erfahrungen. Wir können unterstĂŒtzen, indem das Kind voll in die Gemeinschaft eintaucht, z.B. bei den Mahlzeiten, dem Reigen und dem MĂ€rchenkreis oder ganz bei sich sein darf und seinen eigenen Intentionen nachgehen kann (im freien Spiel).

6.7 Motivations- und Konzentrationskompetenz

Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene leiden heute unter Konzentrationsmangel, NervositĂ€t, HyperaktivitĂ€t. Die WaldorfpĂ€dagogik sieht ihre Aufgaben darin, beide Kompetenzen miteinander zu verbinden: EindrĂŒcke, die sich als schĂ€dlich fĂŒr die Entwicklung des kleinen Kindes herausgestellt haben, versucht sie von ihm fern zu halten (z. B. Fernsehen im frĂŒhen Alter). DemgegenĂŒber richtet sie den Schwerpunkt auf die Faktoren, die einer gesunden Entwicklung förderlich sind und die Kinder in ihrem jeweiligen Entwicklungsstand nicht ĂŒberfordern, die Sinne nicht ĂŒberreizen. Beispielsweise schaut sie bereits im frĂŒhen Kindesalter auf das Lern- und BetĂ€tigungsbedĂŒrfnis der Kinder und versucht, ĂŒber Vorbild und Nachahmung, zur EigentĂ€tigkeit anzuregen. Dabei bekommen die Kinder speziell in der freien Spielzeit ausreichend Raum und auch Zeit, um ihre Spielprozesse zu entwickeln und zu Ende zu fĂŒhren - eine Grundvoraussetzung fĂŒr konzentriertes Arbeiten. RegelmĂ€ĂŸige Wiederholungen und rhythmisierende Gestaltungselemente im Kindergarten vom Tagesablauf bis hin zum Jahresablauf haben nicht nur einen hohen Wiedererkennungswert, sondern zentrieren die Kinder auch.

Umsetzung: Arbeiten ganzheitlich von Anfang bis Ende kennen lernen (z.B. vom Getreide sĂ€en bis hin zum Brot backen) und selber ausprobieren, motiviert die Kinder z.B. zu eigenstĂ€ndigem Arbeiten. Geschichten, Finger- und Puppenspiele bĂŒndeln die Aufmerksamkeit auf spielerische Weise, Wachskneten in meditativer AtmosphĂ€re unterstĂŒtzt die Besinnung auf sich selbst. All das fĂŒhrt auf seine Weise zu Konzentration und Ruhe und regt die Kinder gleichzeitig zu eigener TĂ€tigkeit an.

6.8 Ethisch- moralische Wertkompetenz

Das Kind im Kindergartenalter lebt in dem Urvertrauen „Die Welt ist gut“. Aus diesem tiefen Vertrauen heraus kann es Freude, Achtung und Ehrfurcht gegenĂŒber allem, was lebt, entwickeln. Ein GefĂŒhl fĂŒr das Gute, Schöne und Wahre wird ebenso veranlagt, wie die Achtung vor anderen Menschen, Kulturen, Religionen und der Schöpfung. FĂŒr eine gesunde Entwicklung braucht das Kind die Lebenssicherheit, inneren Halt, Orientierung, Klarheit, Rituale und Wahrhaftigkeit. Dies wird nicht nur durch die emotionale Zuwendung der Erwachsenen, sondern auch durch das verbindliche Setzen von Grenzen, Regeln, das Wahrnehmen guter Umgangsformen und Konfliktlösungswegen gegeben. Im Waldorfkindergarten versuchen wir das alles, nicht auf dem Weg der Reflexion und der Diskussion an die Kinder heranzutragen. Wir legen großen Wert darauf, dass die gewĂŒnschten QualitĂ€ten durch das Vorbild der Erwachsenen gelebte Wirklichkeit sind, die das Kind als selbstverstĂ€ndliche Tatsache in seiner Umgebung vorfindet und sich durch Nachahmung zu Eigen macht. Im tĂ€glichen respekt-, wertschĂ€tzungs-, toleranz- und einfĂŒhlungsvollen Umgang miteinander und mit der Natur, in der Raumgestaltung, durch Gesten der Achtsamkeit, durch die Vorbereitung und das Feiern der christlichen Jahresfesten (eingebettet in das Jahresrhythmus, in den Reigen), durch das Singen, die Gebete (Morgenkreis, Tischspruch vor dem Essen) und das Engagement der Eltern im Kindergarten werden das Gemeinschaftserlebnis, Sich-Selbst-Wahrnehmen und Sich-Finden, die Ehrfurcht, die Dankbarkeit, Liebe zu Allem gestĂ€rkt und bereichert. Bildhaftkonkrete Darstellungen, wie sie im MĂ€rchen, Legenden oder kleinen Spielen zu finden sind, erschließen dem Kind ohne verbale Belehrung den Sinn des Lebens.

Die Haltung der Erziehenden vermittelt Offenheit gegenĂŒber dem, was Kinder aus anderen Kulturkreisen und Religionsgemeinschaften mitbringen. Weltanschauliche Indoktrination liegt der WaldorfpĂ€dagogik fern.
Kinder unterschiedlichster Herkunft und Begabung sollen miteinander in einem Klima gegenseitiger Achtung und WertschÀtzung leben und miteinander lernen.

6.9 Medienkompetenz

Damit Kinder eine wirkliche Medienkompetenzerlernen, mĂŒssen vorher wichtige andere Kompetenzen erreicht werden. Die wichtigste und grundlegendste von ihnen ist die Ausbildung der motorischen und sensorischen FĂ€higkeiten, durch die das Gehirn des Kindes erst seine volle LeistungsfĂ€higkeit erlangt und der Organismus die nötige StabilitĂ€t gewinnt, um sich gesund entwickeln zu können. Kinder mĂŒssen die unterschiedlichsten Wa4hrnehmungsqualitĂ€ten immer wieder unmittelbar tĂ€tig erleben, denn nur durch das eigene Erleben kann es den Geruch, den Geschmack, das Aussehen oder den Klang eines Gegenstandes als zusammengehörig erleben. Diese FĂ€higkeit, Informationen aus verschiedensten Sinnesbezirken durch die eigene innere AktivitĂ€t in einen Zusammenhang zu bringen, muss langfristig angelegt werden, sie bildet die Grundlage fĂŒr Denken und Urteilsvermögen und so kann das Kind spĂ€ter aus Daten Wissen, aus Symbolen Bedeutung und aus Texten Sinn schöpfen. Im Waldorfkindergarten hat das Kind jeden Tag viele Möglichkeiten um genau diese FĂ€higkeiten zu erlernen, es erkennt ZusammenhĂ€nge, erlebt die verschiedenen QualitĂ€ten von Materialien, es kommt mit den verschiedensten GerĂŒchen und GerĂ€uschen in Verbindung, und hat immer wieder die Möglichkeit seine Sinne zu schĂ€rfen. Der Kindergarten lĂ€sst den Kindern Zeit, die Welt mit allen Sinnen zu begreifen, das festigt das Urteilsvermögen der Kinder und hilft ihnen, spĂ€ter eine eigene Meinung aufgrund von Erfahrung zu haben und diese auch beim Umgang mit Medien einzusetzen.

6.10 Rhythmisch- musikalisch-kĂŒnstlerische Kompetenz

Ein rhythmisch gestalteter Tages-, Wochen- und Jahreslauf, orientiert am Rhythmus der Natur sowie an den christlichen Jahresfesten, bietet den Kindern aller Altersstufen Orientierung, Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit. Rhythmische Wiederholung stĂ€rkt das Empfinden und krĂ€ftigt den Willen. Die Wiederholung ist ein sichtbares natĂŒrliches BedĂŒrfnis jedes Kindes, dies bestĂ€tigt die neuste neurobiologische Forschung. Es möchte SprĂŒche, Fingerspiele, Bewegungsspiele, Lieder, MĂ€rchen usw. sowie Rituale immer wieder erleben. Die kontinuierliche Wiederholung ermöglicht kindgemĂ€ĂŸes Lernen; durch einen lĂ€ngeren Zeitraum lernt das Kind die Inhalte wie selbstverstĂ€ndlich, ohne dass sie ihm intellektuell erklĂ€rt werden mĂŒssen. Das musikalische Empfinden muss sich in die physische Konstellation des kleinen Kindes „hineinarbeiten“ durch „musikalisches Verhalten“. Alles, was der Erwachsene an sinnvollen musikalischen BewegungsablĂ€ufen in seinem eigenen Tun und Handeln vorlebt, sei es durch das rhythmische Wiegen des Kindes oder einen geordneten Tagesablauf, prĂ€gt sich individuell in die physische Organisation des Kindes wĂ€hrend der ersten sieben Lebensjahre ein. Es gibt dem Kind Sicherheit und grundlegende Orientierung fĂŒr seine weitere Entwicklung.

7. Grundlagen der WaldorfpÀdagogik

7.1 Vorbild und Nachahmung

Wie die Natur vor der Geburt die richtige Umgebung fĂŒr den physischen Menschenleib herstellt, so hat der Erzieher nach der Geburt fĂŒr die richtige physische Umgebung zu sorgen. Nur diese „richtige“ physische Umgebung wirkt auf das Kind so, dass seine physischen Organe sich in die richtigen Formen entwickeln. (Rudolf Steiner)

Das Kind ist bis zu seinem siebten Lebensjahr ein rein nachahmendes Wesen. Jedes Spiel und jedes Tun des Kindes – auch das Gehen und Sprechen- sind geprĂ€gt von der Nachahmung. Vorbild und Nachahmung bilden deshalb die Grundvoraussetzung kindlichen Lernens und sind Grundlage fĂŒr das soziale Miteinander.
Deshalb bereiten wir in unserem Kindergarten die Mahlzeiten selbst zu, stellen Spielmaterial selbst her oder pflegen die RĂ€ume und den Garten im Beisein der Kinder. So bieten wir den Kindern nachahmenswerte Impulse fĂŒr ihr Spiel.

Alle ersten Entwicklungsschritte, insbesondere das Aufrichten und Gehen sowie das Sprechen, vollziehen sich aufgrund der FÀhigkeit des zunÀchst noch nicht reflektierenden Nachahmens, besser gesagt des Mittuns dessen, was das Kind in seiner Umgebung an tÀtigen Vorbildern erlebt.

Somit wird die Entwicklung des Kindes von seiner unmittelbaren Umgebung beeinflusst. Das Kind lernt von Erwachsenen, ohne belehrt zu werden.
Es ahmt den Erwachsenen nach: seinen Umgang mit anderen Menschen und mit den ihn umgebenden Dingen, seine Lebensfreude und Hingabe.

So entwickelt das kleine Kind im ersten Jahrsiebt Fertigkeiten, die es in immer grĂ¶ĂŸere SelbstĂ€ndigkeit fĂŒhrt. Um ein sinnvolles Nachahmen zu ermöglichen, muss der Erwachsene mit seinem eigenen Tun und Handeln ein Vorbild sein.
Das bedeutet fĂŒr die Erzieherinnen, dass es nicht darum geht, das Kind zu belehren oder ihm vorgefasste Absichten und GrundsĂ€tze einzuprĂ€gen, sondern die Erzieherin muss bei sich selbst beginnen, muss sich selbst erziehen, damit sie dem Kind Vorbild sein kann. Streng genommen heißt das, dass in der Umgebung des Kindes nichts geschehen sollte, was das Kind nicht nachahmen dĂŒrfte. Man soll nichts tun, wovon man dem Kind sagen mĂŒsste: „Das darfst Du nicht tun!“

Zur Gesinnung des Erwachsenen gehören
Initiative, Freude am eigenen Tun, die Liebe zum Kind
und ein stĂ€ndiges BemĂŒhen um Weiterentwicklung.

7.2 Raumgestaltung 

Die WaldorfpÀdagogik versteht die RÀume im Kindergarten als Wirkungsfelder im Sinne von Spiel- und EntwicklungsrÀumen, die Freiheit und UnabhÀngigkeit vermitteln.
Der Kindergarten ist klar und ĂŒbersichtlich aufgeteilt. Jedes Spielzeug und jedes MöbelstĂŒck hat seinen Platz. Die Ă€ußere Ordnung vermittelt auch im Inneren Sicherheit und Halt. Um den Kindern einen unverfĂ€lschten Eindruck von der Wirklichkeit zu vermitteln, legen wir großen Wert auf naturbelassenes, einfaches Mobiliar und Holzspielzeug.
FĂŒr die verantwortlichen Erwachsenen ist es im Sinne der WaldorfpĂ€dagogik ein Anliegen, sich bei der Gestaltung eines Kindergartens nicht auf rein funktionale Gesichtspunkte zu beschrĂ€nken, sondern fĂŒr das Kind mit seiner enormen SensibilitĂ€t eine Umgebung zu schaffen, die seinen Sinnen sowohl Anregung wie auch Beruhigung, Geborgenheit wie auch Offenheit bietet. Dem zugrunde liegt das Wissen, dass alle Einzelheiten der farblichen Gestaltung, der Form- und Materialbeschaffenheit der Möbel und Accessoires, der Auswahl der Bilder, der Beleuchtung usw. bis in die physiologischen Prozesse hinein eine Wirkung ausĂŒben.

Harmonische Farben und Formen verhindern stĂ€ndige ReizĂŒberflutung, die kindliche Aufnahme- und KonzentrationsfĂ€higkeit kann sich entwickeln.

7.3 Spielmaterial und Freispiel

Bei den Spielmaterialien im Waldorfkindergarten handelt es sich um GegenstĂ€nde und Materialien, welche die PhantasiekrĂ€fte der Kinder in umfangreichstem Maß anregen und lebendig machen.

Was sich Kinder dabei im Kleinkindalter erarbeiten, kommt ihnen auch im Erwachsenenalter in vielfĂ€ltiger Weise zu Gute. Damit das Kind sich frei und absichtslos spielend mit der Welt verbinden kann, verlangt erzieherische Gestaltung der Umgebung des Kindes.Das Kind benötigt eine rĂ€umlich-materielle Umgebung, die "in Ordnung" ist und dadurch Sicherheit verleiht. Das Kind benötigt eine materielle Umgebung, die nicht in funktionale AbhĂ€ngigkeit drĂ€ngt. Besonders anregend ist deswegen die natĂŒrliche Umgebung, da Natur frei von Funktionen ist.

Dazu bieten sich um TĂŒcher, Bretter, Holzklötze, Körbe gefĂŒllt mit den verschiedensten Naturmaterialien wie Muscheln, Kastanien, Obstkerne, Eicheln, Steine, Tannenzapfen an. Dazu gestrickte oder gefilzte Tiere, einige einfache Stoffpuppen, Einrichtung fĂŒr die Puppenstube; Nadel, Faden, Wolle um einfache Ideen selbst umzusetzen. 
SpielstĂ€nder, StĂŒhle und Tische lassen schnell die verschiedensten Spielsituationen entstehen- z.B. ein Schiff, eine Höhle, etc. Die Sinne der Kinder werden dadurch vielfĂ€ltig angesprochen.

Das freie Spiel ist die wichtigste „Arbeit“ des Kindes. In ihm hat es die Möglichkeit selbst tĂ€tig zu werden und sich die Welt zu Eigen zu machen. Nie mehr im Leben ist der Mensch fĂ€hig, so selbstvergessen, aber höchst eigenaktiv schöpferisch gestaltend tĂ€tig zu sein- sowohl nach innen als auch nach außen- wie im ersten Jahrsiebt. Die IndividualitĂ€t und Persönlichkeit des Kindes offenbart sich am deutlichsten im freien Spiel. VielfĂ€ltige Spielmöglichkeiten mit natĂŒrlichem Material drinnen und draußen im großen, altbewachsenen Garten lassen die Kinder sich selbst kreativ und sozial in der Gemeinschaft erleben.

7.4 Rhythmus und Wiederholung

GebrĂ€uche und Sitten, die ein Mensch als Kind erlebt, hinterlassen einen tiefen Eindruck bis weit ins Erwachsenenalter hinein. Daher spielen die christlichen Jahresfeste eine große Rolle im Jahreslauf des Waldorfkindergartens.

Der sich wiederholende geregelte Ablauf eines Tages, einer Woche und sogar eines ganzen Jahres gibt den Kindern die notwendige Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung und stÀrkt die Liebe zur Kultur und Gemeinschaft. Der Tagesrhythmus ist aufgeteilt in Freispielzeiten und sich Einordnen lernen in das Gruppengeschehen. Rituale vermitteln innere StabilitÀt und Geborgenheit.

Jeder Wochentag steht fĂŒr eine bestimmte AktivitĂ€t (Kneten, Aquarellieren, Eurythmie, Backen, Waldtag) und ein anderes, selbst zubereitetes FrĂŒhstĂŒck. Die Kinder wissen, welche AktivitĂ€t zu welchem Wochentag gehört und können sich daran orientieren.

Der Jahresrhythmus orientiert sich an den christlichen Festen – ist jedoch nicht an eine bestimmte Konfession gebunden. Er wird fĂŒr die Kinder durch die Vorbereitung und das Feiern festlicher Höhepunkte ĂŒberschaubar. Innerhalb der Gruppe erleben die Kinder diese VerĂ€nderung in kindgerechter Weise auf dem Jahreszeitentisch, in Liedern und Versen beim  Reigen und der Auswahl der MĂ€rchen und des Puppenspiels, die sich an den jeweiligen Festen und dem Geschehen in der Natur orientieren.
Wir beginnen das Kindergartenjahr mit dem Erntedankfest,
St. Michael,
dem Laternenfest mit St. Martin,
die Adventszeit mit St. Nikolaus und dem AdventsgÀrtlein
die Heiligen Drei Könige
Fasching,
Ostern,
Pfingsten und Johanni.
Das Kindergartenjahr endet mit der feierlichen Verabschiedung der Schulkinder.

7.5 ErnÀhrung

Die Gesundheit, das Wachstum und die VitalitĂ€t hĂ€ngen im entscheidenden Maße von der ErnĂ€hrung ab. Die sorgsame Auswahl der Nahrung und ein bewusster Umgang mit ihr, sind uns ein besonderes Anliegen.
Besonders der Gesichtspunkt der QualitĂ€t stellt ein wichtiges Kriterium dar. Produkte aus biologischer – insbesondere der bio-dynamischen Landwirtschaft sorgen nicht nur fĂŒr körperliche Gesundheit und Wohlbefinden sondern tragen auch zu einem wertschĂ€tzenden Umgang  mit unserer Erde bei. Wir bieten ausschließlich vegetarische Gerichte an. Eine gesunde ErnĂ€hrung sollte nicht nur den Magen fĂŒllen, sondern den Organismus des Kindes anregen, ihn in "Arbeit" versetzen und aktivieren. Grundlage unserer Nahrung ist Getreide (Reis, Dinkel, Hirse, Hafer) in Verbindung mit Obst und GemĂŒse.

7.6 Naturbegegnung

Das tĂ€gliche Freispiel im Garten ermöglicht es den Kindern, die VorgĂ€nge und VerĂ€nderungen der Natur im Jahreslauf bewusst wahrzunehmen. Auch eher ungemĂŒtliches Wetter hĂ€lt die Kinder dabei nicht vom kreativen Spielen ab. Mit der richtigen Kleidung dĂŒrfen sich die Kinder auch mit den Elementen Wasser und Erde ausgiebig beschĂ€ftigen – es kommt nicht darauf an, den Garten möglichst sauber wieder zu verlassen!

Die Kinder der Kindergartengruppe finden sich nach einer mehrwöchigen Eingewöhnungszeit zum Start des Kindergartenjahres jeden Freitag in einem nahegelegenen WaldstĂŒck ein und verbringen dort den gesamten Vormittag in der freien Natur.

7.7 Selbsterziehung

Die Erziehung der Kinder bedingt immer auch die Selbsterziehung der eigenen Entwicklung des Erziehers. „Der Mensch wird am DU zum ICH“ ist dabei ein wichtiger Aspekt. Die Erzieher haben die Aufgabe, sich immer wieder neu von persönlichen Vorurteilen ĂŒber das Sein und Werden eines Menschen frei zu machen. So kann man neuen Begegnungen offen entgegen gehen. In einer Zeit, in der sich Kinderschicksale durch zunehmende AuffĂ€lligkeiten in das Bewusstsein der Erwachsenenwelt drĂ€ngen gewinnt dieser Aspekt noch mehr an Bedeutung.


8. Wichtige Elemente der WaldorfpÀdagogik

8.1 Reigen

Dem Reigen kommt eine wichtige Bedeutung im Kindergartenalltag zu. Er ist ein wichtiges rhythmisches Element in der Mitte des Tagesablaufs. Er macht deutlich was es im Sinne der WaldorfpĂ€dagogik heißt, dem Leben Ordnung zu geben.
Rhythmische Bewegungen lassen die Kinder das „Ein- und Ausatmen“ der VorgĂ€nge in der Natur erleben. Schnelle und langsame Bewegungen, Sprache und Musik, Der Reigen ist im Kleinen vergleichbar mit dem Tagesrhythmus – er stellt ein sich Bewegen zwischen den GegensĂ€tzen dar. Im Reigen verbinden wir Sprache, Musik, Rhythmus und Bewegung zu einer Einheit.

8.2 Eurythmie, Musik und Bewegung

Eurythmie bezeichnet man als eine Bewegungskunst. Man spricht von sichtbar gewordener Sprache. Die Eurythmie wird speziell in der WaldorfpÀdagogik eingesetzt und hat seinen Ursprung in der Anthroposophie.
Einmal wöchentlich kommt ein speziell ausgebildeter Eurythmist in den Kindergarten, um eine „Einheit“ anstelle des gewohnten Reigens anzubieten. Kleine Geschichten, rhythmische Spiele und Lieder versetzen die Kinder gemeinsam in Bewegung. Die Kinder leben im ersten Jahrsiebt ganz in der Bewegung, aus diesem Grund spricht sie diese TĂ€tigkeit besonders an. Von Kopf bis Fuß darf das Kind sich in die Bewegung nachahmend hinein geben, um sich im Tun selber zu begegnen: Durch große und kleine, krĂ€ftige und zarte GebĂ€rden, durch feste und leichte Schritte, durch herzhaftes HĂŒpfen, durch schnelles und langsames Bewegen im Raum, durch rhythmische Geschicklichkeit und vieles mehr.
Der Eurythmie kommt besonders in Bezug auf die Sprachentwicklung eine besondere Bedeutung zu – denn Bewegung und Sprache sind eng miteinander verbunden. Besonders in Zeiten vermehrten Medienkonsums kann so hilfreich gegengesteuert werden.

Die Musik stellt in der Arbeit mit Kindern eine große Bereicherung  dar. Im Reigen kommen viele Lieder zum Einsatz. Auch im Alltag begleiten die Erzieher ihr Tun oftmals mit einem zur TĂ€tigkeit passendem Lied oder leiten bestimmte Momente im Tagesgeschehen singend ein.
Die Kinderharfe findet immer wieder Einsatz zu bestimmten TĂ€tigkeiten.
Ihr besonderer Klang verleiht dem Geschehen oft eine besonders harmonische Stimmung. Im letzten Jahr vor Schuleintritt nehmen die Kinder zudem einmal wöchentlich am Harfenunterricht teil. Dieser wird von einer externen Person im Kindergarten angeboten.

Dem natĂŒrlichen Bewegungsdrang der Kinder kommt die tĂ€gliche Gartenzeit und der regelmĂ€ĂŸige Waldtag sehr zu Gute. Die motorischen FĂ€higkeiten werden dadurch auf natĂŒrliche Weise gestĂ€rkt. In freier Natur können die Kinder den verschiedensten Bewegungsimpulsen Raum geben und diese ausleben.

8.3 MĂ€rchen und Tischpuppenspiel

Das regelmĂ€ĂŸige ErzĂ€hlen von MĂ€rchen und Geschichten fasziniert Kinder in besonderer Weise. Kinder können sich ganz auf eine Geschichte einlassen, wenn sie diese ĂŒber mehrere Wochen immer wieder hören. So befassen sich die Erzieher im Waldorfkindergarten sehr intensiv mit dem ErzĂ€hlstoff. Denn nur wenn sie sich selbst dafĂŒr begeistern können, geht diese Begeisterung auch auf die Kinder ĂŒber. Das Ende eines Kindergartenvormittags bietet sich sehr gut an um sich ganz dem Lauschen hinzugeben.

9. Unser Angebot

9.1. Eltern-Kind-Gruppe „SterngĂ€rtlein“

„Kind-Sein heißt,
Raum und Zeit fĂŒr die Entfaltung und Wandlung
der eigenen Existenz zu haben,
Kind-Sein heißt,
 Platz bekommen fĂŒr das,
was eben nur ein Mensch entwickeln kann“
(Karl König)

Im „SterngĂ€rtlein“ des Waldorfkindergartens können Kleinkinder im Alter von 1-3 Jahren zusammen mit ihren MĂŒttern oder VĂ€tern wöchentlich in kleinen Gruppen auf spielerische Weise mit Gleichaltrigen Kontakte knĂŒpfen. Die Gruppen werden von einer ausgebildeten Spielkreisleiterin, pĂ€dagogisch begleitet und kosten 8 Euro pro Termin.
Gerade fĂŒr die ganz Kleinen, die noch völlig offen sind fĂŒr alles, was aus der Umgebung auf sie einwirkt, hat der rhythmisch gegliederte Ablauf mit gemeinsamen Reigen- und Singspielen eine stabilisierende Wirkung. Auch das freie Spiel mit reinen Naturmaterialien, das gemeinsame FrĂŒhstĂŒck und das MĂ€rchen-Tisch-Theater gibt den Kindern seelische Sicherheit und zugleich Anregung fĂŒr alle Sinne. Den Eltern bietet sich die Möglichkeit zum lockeren Austausch, zum kreativen TĂ€tig sein und Kennenlernen der WaldorfpĂ€dagogik und der Wirkung auf ihr Kind.
An den laufenden Eltern-Kind-Gruppen können MĂŒtter oder VĂ€ter gerne nach vorheriger Absprache probeweise teilnehmen.

9.2 Kleinkindgruppe „Wichtelkinder“

Die Kleinkindgruppe bietet besonders den jĂŒngeren Kindern (2 - 4 Jahre) die Möglichkeit, sich in einer kleineren Gruppe von 12 -15 Kinder langsam und individuell an die Kindergartenzeit zu gewöhnen.
Großer Wert wird auf eine dem Kind angepasste Eingewöhnungszeit gelegt, so dass eine tragfĂ€hige Beziehung zu den Erzieherinnen entstehen kann.

TAGESABLAUF KLEINKINDGRUPPE:

Bringzeit 7:15 – 8:30
7:15-9:15  Freispielzeit in der Gruppe
       Eine Erzieherin bereitet in dieser Zeit das FrĂŒhstĂŒck zu.
 In dieser Zeit finden auch wiederkehrende Angebote statt:
1) Kneten mit warmem Bienenwachs
2) Eurythmie
3) Backen von Brot: Die Kinder erleben die Umsetzung vom Korn zum Brot
4) Aquarellieren
5) Putztag: an diesem Tag werden alle Regale und Spielsachen gereinigt.
9.15 Uhr Gemeinsames AufrÀumen
9:30 Uhr: Morgenkreis mit Fingerspiel und/oder Reigen
Anschließend frĂŒhstĂŒcken wir gemeinsam.
10:00 Uhr Garten-Freispielzeit
Jeden Tag und bei jedem Wetter sind die Kinder im Garten.
(Bei kaltem Wetter 11.00- 11.30 zweite Freispielzeit drinnen, AufrÀumen)
11:40 Uhr Mittagessen
12:00 Schlusskreis in der Gruppe. Noch einmal kommen die Kinder im Kreis zur Ruhe. Der Jahreszeit oder den christlichen Jahresfesten entsprechend wird eine Geschichte vorgelesen oder ein passendes Puppenspiel aufgefĂŒhrt.
12.15 Uhr Erste Abholzeit
12.15- 13.30 Ruhephase, manche Kinder schlafen
13.30 Uhr zweite Abholzeit
14:00 kleine Brotzeit und Freispiel
15.30 Uhr dritte Abholzeit, Kindergartenende.

9.3 Kindergartengruppe „Wurzelkinder“

Der Kindergarten kann ab 3 Jahren besucht werden. Es werden dort bis zu 25 Kinder betreut.
Abholzeiten :
12.15 Uhr- 12.30 Uhr;
13.00 Uhr -13.30 Uhr : mit biologisch zubereitetem Mittagessen
bis 15.30 Uhr – Ruhezeit mit anschließender Nachmittagsbetreuung
Den Freitag verbringen die Kinder ab Mitte Oktober immer in einem nahegelegenen WaldstĂŒck.
Bringzeit 8.00 Uhr; Abholzeit 12.15 Uhr.

Tagesablauf Kindergarten:

Bringzeit  7.15 Uhr – 8.15 Uhr
anschließend Freispielzeit bis ca. 9.30 Uhr ; wĂ€hrenddessen kĂŒmmern sich die Erzieher  zusammen mit den Kindern um die Vorbereitung der Brotzeit und die DurchfĂŒhrung verschiedener AktivitĂ€ten (Aquarellieren; Backen, Eurythmie)
ca. 9.30 Uhr : gemeinsames AufrĂ€umen +  HĂ€ndewaschen
ca. 10.00 Uhr:  Morgenkreis mit Reigen entsprechend der Epoche
anschließend gemeinsame Brotzeit
Gartenzeit
Abschlusskreis mit MĂ€rchen oder Puppenspiel oder Kneten von Bienenwachs in den Wintermonaten oder Harfenspiel fĂŒr die Königskinder
12.30 Uhr erste Abholzeit
12.30 Uhr Biologisches, vegetarisches Mittagessen  
13.00 – 13.30 Uhr zweite Abholzeit
13.00 – 14.00 Uhr Ruhe- und Freispielzeit fĂŒr die Kinder mit Nachmittagsbetreuung
anschließend kleine Brotzeit
15.30 Uhr dritte und letzte Abholzeit

9.4 Freizeitschule

„SchĂ€tze finden statt Fehler suchen“ - jedes Kind trĂ€gt einen Schatz in sich und braucht Zeit und Raum, ihn zu heben. Unsere Kinder kommen ja nicht als leere GefĂ€ĂŸe auf die Welt - sie sind Individuen, die mit ihren Begabungen und Neigungen ihren eigenen Weg finden wollen.
Bei uns in der Waldorf-Freizeitschule können Kinder im Grundschulalter sich selbst kreativ  erproben in einer liebevoll gestalteten Umgebung beim kĂŒnstlerischen Umgang mit Farben, Papier, Tonerde, Holz und vielen Naturmaterialien. Dabei werden sie geschickt und beweglich bis in die Fingerspitzen. Bewegliche HĂ€nde und FĂŒĂŸe machen bewegliche Gedanken! MĂ€rchen, Lieder und Gruppenspiele drinnen oder draußen in der Natur sorgen fĂŒr Leib und Seele und fördern das WohlfĂŒhlen in der Gemeinschaft.  Die Freizeitschule findet statt in den RĂ€umen und im Garten des Waldorfkindergartens jeweils an einem Nachmittag wöchentlich das ganze Jahr ĂŒber außer in den Ferien.


10. Zusammenarbeit

10.1 Im Team

Reflektierte Teamarbeit ist Voraussetzung fĂŒr eine gelungene pĂ€dagogische Arbeit am Kind. Es finden wöchentlich Teambesprechungen statt, welche der Planung und Reflexion organisatorischer und pĂ€dagogischer Themen dient.

Die Erzieher/innen nehmen regelmĂ€ĂŸig an Fortbildungen – hauptsĂ€chlich im anthroposophischen Bereich teil. Dadurch besteht die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung.

10.2 Elternarbeit und „Eltern-mit-Arbeit“

Die Kindergartenarbeit strahlt zurĂŒck ins Elternhaus. Nur in Zusammenarbeit mit den Eltern kann die Erziehung FrĂŒchte tragen. Es findet ein reger Erfahrungsaustausch statt.
Ein wesentliches Merkmal eines Waldorfkindergartens ist die Selbstverwaltung.
Das bedeutet, dass wir Eltern brauchen, die ihr Kind nicht nur bringen und wieder abholen, sondern die auch bereit sind ein gewisses Maß an Engagement und Eigeninitiative ins Kindergartengeschehen einzubringen.
Zum Einen ist der Waldorfkindergarten aufgrund seines eng gesteckten Finanzrahmens auf die Mitwirkung und UnterstĂŒtzung durch alle Eltern angewiesen. Zum Anderen ist es uns ein großes Anliegen, die Eltern auch in die pĂ€dagogische Arbeit mit einzubeziehen und zu informieren. Denn eine wirklich optimale Erziehung und Förderung der Kinder im ganzheitlichen Sinne gelingt nur da, wo Kindergarten und Elternhaus Hand in Hand arbeiten.

Bei der Raum- und Gartengestaltung, der Vorbereitung der Feste, beim Herstellen von Spielmaterial und dem Mitwirken in den verschiedenen Arbeitskreisen bis hin zur Mitarbeit im Vorstand haben die Eltern aktiv die Möglichkeit, den Lebensraum Kindergarten bewusst mitzugestalten. Mit der Aufnahme in den Waldorfkindergarten erklÀren sich die Eltern zur Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitskreisen bereit.
 Diese richtet sich nach den jeweiligen FĂ€higkeiten und Interessen der Familien. Allerdings gibt es eine kleine Ausnahme: Mehrmals im Jahr ist jede Familie fĂŒr das Waschen und BĂŒgeln der KindergartenwĂ€sche sowie die Reinigung der GruppenrĂ€ume
verpflichtend verantwortlich.

EntwicklungsgesprÀche
Einmal jÀhrlich laden wir die Eltern zu einem persönlichen EntwicklungsgesprÀch ein.

Elternumfrage
In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden fragen wir den Betreuungsbedarf unserer Eltern ab und fĂŒhren Elternumfragen durch, um auf auftauchende Fragen oder Anregungen der Eltern eingehen zu können.

Elternabende
Mehrmals im Jahr finden Elternabende zu verschiedenen Themen – zum Teil auch mit externen Referenten statt.

Hausbesuche
Diese dienen keinesfalls der Kontrolle, sondern dem Aufbau und der Intensivierung des VertrauensverhĂ€ltnisses zum Kind und der Familie sowie dem besseren VerstĂ€ndnis fĂŒr dessen individuelle Entwicklung. Die Erzieherin widmet sich dabei ganz dem Kind und dessen Spiel – nicht dem Austausch mit den Eltern- dieser findet in ElterngesprĂ€chen statt.

10.3 FachkrÀfte zur ErgÀnzung des pÀdagogischen Ablaufs

Fester Bestandteil des rhythmische Wochenablaufs ist die Eurythmie. Eurythmie ist eine tĂ€nzerische Bewegungskunst, die ihren Ursprung in der Anthroposophie hat. Sie wird von einem eigens dafĂŒr ausgebildeten Eurythmisten gelehrt, der dafĂŒr einmal wöchentlich in den Kindergarten kommt.

Außerdem nehmen die Königskinder (Vorschulkinder) einmal wöchentlich am Harfenunterricht teil. Zu diesem Zweck kommt eine Musiktherapeutin in den Kindergarten, die den Kindern auf pentatonischen Tischharfen das Harfenspiel erlernt.

10.4 Mitgliedschaft in VerbÀnden und Institutionen

Unsere Einrichtung gehört zur „Vereinigung der WaldorfkindergĂ€rten und ist dadurch mit vielen anderen WaldorfkindergĂ€rten in Deutschland und weltweit verbunden.

Die aktive Beteiligung an den regelmĂ€ĂŸigen Regional- und Bezirksgruppentreffen ist fester Bestandteil des fachlichen Austauschs fĂŒr unseren und verschiedene andere WaldorfkindergĂ€rten und dient der Vernetzung und gegenseitigen UnterstĂŒtzung zu organisatorischen und pĂ€dagogischen Themen. Die Mitgliedschaft in der Vereinigung der WaldorfkindergĂ€rten bietet außerdem die stetige Möglichkeit zur Arbeit an der QualitĂ€t unseres Waldorfkindergartens.

10.5 Schule

Zusammenarbeit mit der Waldorfschule Regensburg
Zusammenarbeit zwischen den Kooperationsbeauftragten von Schulen und Kindergarten
Festlegung von Terminen zum Informationsaustausch ĂŒber die kĂŒnftigen Schulkinder
Ablauf und Termine der Schuleinschreibung
Besuche der Lehrerinnen im Kindergarten
Vorkurs Deutsch fĂŒr Kinder mit und ohne Migrationshintergrund

10.6 Kooperation und Vernetzung

Fachdienste:
RegelmĂ€ĂŸige Kooperation mit Jugendamt/ Erziehungsberatungsstelle

Vernetzung:
Zusammenarbeit mit Grundschulen
Zusammenarbeit mit Fachakademien, FOS, etc um Praktikanten auszubilden
Besuche bei der Polizei, Feuerwehr, Krankenhaus, Seniorenheim fĂŒr die Vorschulkinder
JĂ€hrliche Teilnahme an Stadtfesten (Ökomarkt, etc.)
Austausch mit anderen WaldorfkindergÀrten
 Bezirkstreffen
Etwa dreimal im Jahr treffen sich Erzieherinnen und VorstĂ€nde der WaldorfkindergĂ€rten aus dem Bezirk Oberbayern-Niederbayern zum gegenseitigen Austausch. Zu diesem Bezirk gehören folgende KindergĂ€rten: Deggendorf, Landshut, Freising, Schleißheim, Erding, Felizenzell und eben Straubing. Dabei geht es nicht nur um allgemeine Informationen, sondern auch um die Bearbeitung pĂ€dagogischer Themen. Mitunter wird zu diesen Treffen auch ein Referent zur tieferen Information und Weiterbildung ĂŒber spezielle Fragen geladen. Dieser Bezirk wĂ€hlt fĂŒr 3 Jahre eine/n pĂ€dagogische/n Vertreter/in, der 3 bis 4 mal im Jahr als stimmberechtigter Mitglied in der Vertreterversammlung Bayern mitarbeitet. Zurzeit ist eine Erzieherin aus unserem Kindergarten die pĂ€dagogische Vertreterin fĂŒr unseren Bezirk.
Regionaltagung
Die Regionaltagung, zu der alle WaldorfkindergĂ€rten der Region SĂŒdbayern eingeladen werden, findet zweimal jĂ€hrlich statt und dient vor allem der pĂ€dagogischen Weiterbildung. Dabei ist trotz aller Arbeit immer noch genĂŒgend Raum, um sich auch allgemein ĂŒber Aktuelles auszutauschen.

10.7 Therapeuten

In EinzelfĂ€llen arbeiten die Erzieher mit Therapeuten und Ärzten zusammen.
Eine Besonderheit aus dem anthroposophischen Bereich Wald ist die Heileurythmie. Diese kann auf Anfrage ebenfalls im Waldorfkindergarten stattfinden. Sie kann dazu beitragen, die Balance zwischen Seele und Leiblichkeit des Kindes wieder herzustellen. 
Heileurythmie wird von Eurythmisten mit spezieller Zusatzausbildung angeboten. Ein Kontakt kann ĂŒber den Kindergarten vermittelt werden.

11. QualitÀtssicherung

Folgende Maßnahmen gehören zur QualitĂ€tssicherung:
Beschreibung von SchlĂŒsselprozesses d.h. Beobachtungsbögen der Kinder (Sismik, Seldak, Perik)
Fortschreibung der Konzeption. 
Fortbildung und Fachliteratur: Fortbildung sichert, verbessert und erweitert die Qualifikation des pÀdagogischen Personals und trÀgt zur QualitÀtssicherung des Kindergartens bei.
RegelmĂ€ĂŸige Elternabende
Bezirksgruppen- ;Regional- ;und Landestreffen
JĂ€hrliche Elternbefragung
Supervision
Wöchentliche Konferenzen

12. Organisatorisches und Rechtliches

12.1 Aufnahme

Als öffentlicher Kindergarten in privater TrĂ€gerschaft kann jedes Kind aufgenommen werden, dass auch einen anderen (z.B. stĂ€dtischen) Kindergarten besuchen könnte. Konfession, kulturelle und familiĂ€re HintergrĂŒnde spielen dabei keine Rolle.
Die Anmeldung kann jederzeit ĂŒber das Anmeldeformular auf unserer Homepage oder durch Abholung des Formulars im BĂŒro erfolgen. Im Januar folgt ein offizieller stĂ€dtischer Anmeldetag fĂŒr alle KindergĂ€rten der Stadt, an dem alle Familien in den Kindergarten kommen, die Ihre Kinder im Waldorfkindergarten anmelden möchten.

Alle angemeldeten Kinder werden mit ihren Eltern zu einem AufnahmegesprĂ€ch eingeladen, anschließend erfolgt die Auswahl der aufgenommenen Kinder. Die Bescheide ĂŒber eine mögliche Aufnahme oder Absage ergehen schriftlich, gleichzeitig mit der Zusage erhalten die Eltern unsere Vertragsunterlagen. Erst mit RĂŒcksendung der unterschriebenen Vertragsunterlagen ist der Betreuungsvertrag gĂŒltig.

12.2 BeitrÀge

BeitrĂ€ge fĂŒr die Kleinkind-Gruppe:

TĂ€gliche Buchungszeiten  Monatlicher Gesamtbetrag
4-5 h245,00 Euro
5-6 h265,00 Euro
6-7 h285,00 Euro
7-8 h305,00 Euro

 

BeitrĂ€ge fĂŒr die Kindergarten-Gruppe:

TĂ€gliche BuchungszeitenMonatlicher Gesamtbetrag
4-5 h165,00 Euro
5-6 h175,00 Euro
6-7 h185,00 Euro
7-8 h195,00 Euro


Die Kosten fĂŒr das Mittagessen in der Kindergartengruppe betragen 2,40 Euro/Mahlzeit und werden monatlich separat zum Kindergartenbeitrag abgerechnet.

Manche Kosten muss der Kindergarten selbst tragen, um die sich z.B. ein stÀdtischer Kindergarten keine Sorgen machen muss, wie Reparatur- und Baukosten, Verwaltungskosten, ein Teil der Personalkosten etc.
Der Titel öffentlicher Kindergarten verleiht uns einige Rechte und Pflichten.
Dazu zÀhlen zum Beispiel:
Öffentliche ZuschĂŒsse: FĂŒr einen Teil unserer Kinder können wir nach dem aktuellen Kindergartengesetz ZuschĂŒsse der Wohnsitzgemeinde des Kindes bzw. des Landkreises erhalten. Die Details dazu sind der jeweils aktuellen Beitrags- und Buchungszeitenordnung des Waldorfkindergartens zu entnehmen. Die öffentlichen ZuschĂŒsse decken nur einen Teil der Personalkosten.
Die weiteren Kosten (wie Miete, Strom, Reparatur- und Baukosten, Verwaltungskosten, etc.) werden ĂŒber den Elternbeitrag finanziert, bzw. durch Eigenleistung von vornherein eingespart. FĂŒr diesen von den Eltern zu bezahlenden Beitrag gibt es eine Beitrags- und Buchungszeitenordnung. Im Elternbeitrag ist das Entgelt fĂŒr das tĂ€glich frisch zubereitete Vollwertessen am Vormittag enthalten.
In bestimmten FĂ€llen kann der Elternbeitrag vom Jugend- oder Sozialamt bezuschusst werden.
Mit dem Elternbeitrag sind die Kosten unseres Kindergartens nicht vollstĂ€ndig gedeckt. FĂŒr das verbleibende Defizit tritt der Verein fĂŒr WaldorfpĂ€dagogik Straubing e.V. ein und benötigt dazu neben den MitgliedsbeitrĂ€gen zusĂ€tzlich Ihre Spenden.

Engagement zu Gunsten unserer Kinder lohnt sich! Wir bitten unsere Waldorfeltern daher zu einer regelmĂ€ĂŸigen, monatlichen, zweckgebundenen Spende an den Verein fĂŒr WaldorfpĂ€dagogik Straubing e.V. zu Gunsten des Kindergartens. Die Höhe dieser Spende ist freiwillig. Am Jahresende erhalten Sie dafĂŒr eine Spendenquittung, die Sie bei Ihrer SteuererklĂ€rung berĂŒcksichtigen können.

12.3 Öffnungszeiten

Derzeit ist unser Kindergarten Montags-Donnerstags von 7:15 Uhr bis 15:30 Uhr und Freitag von 07:15 Uhr bis 12:30 Uhr.
FĂŒr die Kinder der Kindergartengruppe findet am Freitag der Waldtag von 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr statt.

Die Kernzeit ist von 8:15 Uhr bis 12:15 Uhr.
Die Kinder können zwischen 7:15 Uhr und 8:15 Uhr
gebracht werden und ab 12:15 Uhr wieder abgeholt werden.

Die Eltern-Kind-Gruppen finden wöchentlich statt.
Aktuell werden sie Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag angeboten, jeweils in der Zeit von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr sowie Donnerstag  nachmittags von 15.00 – 17.00 Uhr.

Die Freizeitschule kann immer Montags von 15.00 – 17.00 Uhr besucht werden.

12.4 Schließtag- und Ferienregelung

Bei den Schließzeiten richten wir uns nach den Vorgaben des BayKiBiG, d.h. unsere Einrichtung ist 30 Tage im Jahr geschlossen, einen Großteil davon in den Sommerferien und die restlichen Tage in die restlichen Ferien verteilt.
An den ĂŒbrigen Ferientagen bieten wir einen personalreduzierten Dienst in Form einer Feriengruppe an und erfragen hierzu den Bedarf der Eltern.

Der TrĂ€ger des Kindergartens behĂ€lt es sich vor, zusĂ€tzlich an bis zu fĂŒnf Tagen im Jahr fĂŒr pĂ€dagogische Fachtage zum Zwecke der Fort- und Weiterbildung zu schließen.
Alle Schließ- und Fachtage sind in unserem Jahreskalender ersichtlich.

Letzte Änderung: 31. Januar 2019

Letzte Änderung:Sun, 10.02.2019