Kreative Freizeitschule

In die Freizeitschule kommen Grundschulkinder, die Lust auf Kreatives Werkeln, kĂŒnstlerisches Gestalten und fantasievolles Spielen haben.

Termine: Montags oder Mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr (außer in den Ferien)

Ort: Freizeitschule im Waldorfverein, Hans-Adlhoch-Str. 24

Leitung: Inge Schumacher-Tyroller (WaldorfpĂ€dagogin, Kunsttherapeutin) 

Kosten: 25 € (Geschwistererm. 20 €) fĂŒr 5 Wochen (plus 5 € Material)

Bitte anmelden und Termine erfragen unter Tel. 09421 / 960 751 

 

 

In der Freizeit auch noch in die Schule?

„Schule“ bedeutete bei den Griechen ursprĂŒnglich „Muße, Freizeit“! So haben sich die Zeiten geĂ€ndert! In der Freizeitschule des Straubinger Waldorfvereins wollen wir diese Tradition wieder neu beleben und einmal in der Woche einen spielerischen Freiraum fĂŒr WaldorfpĂ€dagogik schaffen, solange es noch keine richtige Waldorfschule in Straubing gibt.

„Kind-Sein heißt, Raum und Zeit fĂŒr die Entfaltung und Wandlung der eigenen Existenz zu haben, Kind-Sein heißt Platz bekommen fĂŒr das, was eben nur ein Mensch entwickeln kann“ (Karl König)

In der Waldorfschule ist der gesamte Unterricht von kĂŒnstlerischen Elementen durchzogen, denn Schönheit ist der rote Faden im Leben, ist die gestaltende Kraft fĂŒr Körper, Seele und Geist. Die SeelenkrĂ€fte, die an der BeschĂ€ftigung mit der Schönheit wachsen, stĂ€rken das GemĂŒt. Die WillenskrĂ€fte, die im praktischen Tun entstehen, stĂ€rken den Leib. Die GedankenkrĂ€fte, die in der wachen Auseinandersetzung mit der Welt entstehen, stĂ€rken die Erkenntnis. Das Schöne, Gute und Wahre ist die Grundlage des Lernens unserer Schule, ist aber zugleich auch Heilfaktor des Erziehens ĂŒberhaupt. Denn Erziehungskunst muß heutzutage immer hĂ€ufiger auch Heilkunst werden.

„Die Kultur wird immer ungesunder werden, und die Menschen werden immer mehr aus dem Erziehungsprozeß einen Heilungsprozeß zu machen haben gegen dasjenige, was in der Umgebung krank macht“.
(Rudolf Steiner)

„SchĂ€tze finden statt Fehler suchen“ - jedes Kind trĂ€gt einen Schatz in sich und braucht Zeit und Raum, ihn zu heben. Unsere Kinder kommen ja nicht als leere GefĂ€ĂŸe auf die Welt - sie sind Individuen, die mit ihren Begabungen und Neigungen ihren eigenen Weg finden wollen. Die Kindheit ist der Reichtum des Lebens, denn in der Kindheit legen wir die Grundsteine fĂŒr unsere Sinneswahrnehmungen, fĂŒr unser spĂ€teres Denken, FĂŒhlen und Handeln. In der Welt der Erwachsenen suchen die Kinder dafĂŒr gangbare Wege, sinnvolle Ziele und nachahmenswerte Vorbilder.

Herbstbild aus der Freizeitschule
Herbstbild aus der Freizeitschule

Bei uns in der Waldorf-Freizeitschule können die Kinder sich selbst erproben in einer liebevoll gestalteten Umgebung beim kĂŒnstlerischen Umgang mit Farben, Papier, Tonerde und vielen Naturmaterialien. Dabei werden sie geschickt und beweglich bis in die Fingerspitzen. Bewegliche HĂ€nde und FĂŒĂŸe machen bewegliche Gedanken! MĂ€rchen, Lieder und Gruppenspiele drinnen oder draußen in der Natur sorgen fĂŒr Leib und Seele und fördern das WohlfĂŒhlen in der Gemeinschaft.

"Das Kind ist ein Spielwesen. Es braucht seinesgleichen. Es braucht Tiere, braucht Elementares, Wasser, Dreck, GebĂŒsche, Spielraum. Man kann es auch ohne das alles aufwachsen lassen, mit Teppichen, Stofftieren, Plastikspielzeug oder auf asphaltierten Straßen und Höfen. Das Kind ĂŒberlebt es - doch man soll sich dann nicht wundern, wenn es spĂ€ter bestimmte soziale Grundstrukturen nie mehr erlernt, zum Beispiel ein ZugehörigkeitsgefĂŒhl zu einem Ort und Initiative. Um Schwung zu haben, muss man sich von einem festen Ort abstoßen können, ein GefĂŒhl der Sicherheit erworben haben." (Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer StĂ€dte.1965)

 

Letzte Änderung:Fri, 03.02.2017